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25. März 2009
Kreissparkasse übergibt 500.000 Euro für Backnanger Außenstelle der Berufsakademie.
Die ersten Betriebsjahre des Campus Backnang sind finanziell gesichert. Gestern hat die Kreissparkasse Waiblingen dem Förderverein einen Scheck über 500.000 Euro übergeben. Damit ist die Hälfte des Wirtschaftsobolus beisammen.
Pünktlich zum Start des Studienjahrs 2010/2011 sollen in Backnang die ersten Studenten eintreffen, die ihr viersemestriges Grundstudium an der Berufsakademie (BA) der Dualen Hochschule in Stuttgart absolviert und für die weiteren Semester die künftig in Backnang angebotenen Vertiefungsrichtungen Verpackungs- und Automatisierungstechnik oder Telekommunikation gewählt haben. „Wir haben stark die halbe Wegstrecke zurückgelegt", sagte gestern Horst Baßmann vom Förderverein Campus Backnang zur Finanzierung des zunächst auf zehn Jahre angelegten Projektes. Anlass ist die Übergabe eines Schecks über 500.000 Euro gewesen, mit dem die Kreissparkasse Waiblingen (SWN) den Campus unterstützt.
Insgesamt 4,8 Millionen Euro mussten zugesagt werden, damit die BA Stuttgart die gewünschte Dependance in Backnang einrichten darf, das war die Bedingung seitens des Landes. 1,25 Millionen Euro steuert die Stadt Backnang bei, weitere 1,1 Millionen der Rems-Murr-Kreis. Die restlichen 2,5 Millionen sollen aus der heimischen Wirtschaft akquiriert werden. Dies hat sich der Förderverein zur Aufgabe gemacht. Und mit dem bisher Erreichten sind die Förderer hochzufrieden. Insgesamt seien bereits 1,3 Millionen Euro zusammen, berichtete Baßmann. Die halbe Million der Kreissparkasse sei bis jetzt die größte Einzelspende. Daneben gehört auch der Allmersbacher Unternehmer Harro Höfliger mit einem Beitrag von 250 000 Euro zu den Großsponsoren. Höfliger gilt als „Vater des Gedankens", die Murrstadt zum Vorlesungsstandort zu machen.
Mit den 500 000 Euro will die Kreissparkasse den Campus Backnang in seinen ersten fünf Jahren mit jährlich 100 000 Euro unterstützen. Die verbindliche Förderzusage habe man bereits in der Startphase des Projektes im Jahr 2006 gemacht, sagte der SWN-Vorstandsvorsitzende Albert Häberle: „Wir freuen uns, dass wir dem Projekt einen Schub nach vorne geben konnten und der Campus Backnang nach zähem Ringen nun Realität wird." Angesichts der allein in Baden-Württemberg fehlenden 16 000 Ingenieure sei die Verfügbarkeit von Fachkräften „gerade auch für uns hier ein entscheidender Standortfaktor", betonte der Landrat und Sparkassen-Verwaltungsratsvorsitzende Johannes Fuchs. Denn diese würden durch solch eine Einrichtung zugleich auch an den Raum gebunden.
Laut Baßmann haben die Unternehmen im Umland bisher zwölf Plätze im Bereich Verpackungs- und Automatisierungstechnik und weitere acht Stellen für die Telekommunikation zur Verfügung gestellt. Ziel seien in beiden Bereichen jeweils 15 Studienplätze in der dualen Ausbildung. Baßmann: „Das Interesse ist groß, ich bin davon überzeugt, dass wir alle Plätze besetzen können. Das Auswahlverfahren läuft, und die ersten Bewerbungen liegen auf dem Tisch."